Das neue Jahr hat kaum angefangen und schon gibt es den ersten Webmaster Friday. Für das neue Jahr habe ich mir vorgenommen, wieder etwas Aktivität in den Blog zu bringen und da bietet sich der WMF natürlich perfekt an. Das Thema des WMF für diese Woche ist: “Sprache und Fremdwörter – wie wichtig ist ‘gut schreiben’?”.

Ein sehr interessantes Thema zu Beginn des Jahres, da es jeden Blogger betrifft. Die Sprache ist in meinen Augen sehr wichtig, genau so wie das “gut” Schreiben. Es bringt dem Blogger und auch dem Besucher nichts, wenn absolut interessante und super aufgearbeitete Beiträge zu spannenden Themen veröffentlicht werden, die aber, überspitzt gesagt, aufgrund der schlechten Rechtschreibung, Wortwahl oder Grammatik schwer zu lesen und somit zu verstehen sind.

Die Qual der Wahl

Dieser Blog fällt eher in die technische Ecke und somit lassen sich gewisse Fachausdrücke nicht vermeiden, denn in diesem Fall wäre die Nichtverwendung der Fachausdrücke eher kontra produktiv. Die Fachwörter sind überwiegend in der jeweiligen Szene bekannt und können getrost als Standard vorausgesetzt werden. Nur so lässt sich eine gewisse Information bzw. Botschaft auch transportieren. Es muss ein gewisser Wortschatz als Basis vorhanden sein. Würde man jedes englische Wort ins Deutsche übersetzen, würde beim Thema Webentwicklung blankes Chaos herrschen und keiner würde mehr etwas verstehen, da erst einmal gerätselt werden muss was nun eigentlich gemeint ist.

Auf der anderen Seite erwarten in dem jeweiligen Themengebiet erfahrene Besucher eine gewisses Fachvokabular. Die Verwendung von Fachausdrücken kann, bei richtiger Verwendung ;), Vertrauen zwischen Besucher und Blog aufbauen. Der Besucher merkt leicht anhand des Vokabulars, ob er es mit einem eher oberflächlichen oder auf fundierten Fachwissen aufgebauten Beitrag zu tun hat. Um es in der Sprache eines SEOs auszudrücken: die Wortwahl und die verwendeten Fachausdrücke können als Qualitätsfaktor für den Content angesehen werden.

Der erste Eindruck…
Hat ein Besucher nicht gleich beim Anblick des Design den Blog verlassen, landet er meistens bei einem konkreten Artikel. Sei es über eine Suchmaschine, weil er ein konkretes Anliegen hat oder aufgrund einer Empfehlung oder oder oder. Das Interesse ist da und deshalb wird auch der Beitrag gelesen. Mir persönlich schlägt es immer etwas “sauer” auf, wenn ich einen Artikel lese, bei dem auf jegliche Interpunktion verzichtet wurde. Ebenfalls fallen Rechtschreibfehler meist negativ auf. Es ist sicherlich klar, dass man nie alle Fehler entdeckt, aber gegen einen, hin und wieder auftretenden Rechtschreibfehler wird keiner etwas sagen.

Vermutlich wird aber ein Besucher, dem einige Fehler in dem Beitrag aufgefallen sind, nicht unbedingt auf Twitter folgen oder den RSS-Feed abonnieren. Die Chance einen wiederkehrenden Besucher zu generieren wird durch vermeidbare Fehler verhindert.

Fazit
Ich persönlich versuche hier im Blog natürlich so gut es geht Fehler zu vermeiden. Bei der Wortwahl wird es allerdings schon schwieriger. Ich versuche die Texte so verständlich wie möglich zu schreiben, so dass dieser für alle Erfahrungsgruppen einen Mehrwert bietet. Wie bereits erwähnt, fällt das bei technischen Themen nicht immer ganz leicht auf Fachvokabular zu verzichten. Ich versuche aber auch nicht jeden Fachausdruck zu erklären.

Das war meine kurze und knappe Ansicht zum Webmaster Friday “Sprache und Fremdwörter – wie wichtig ist ‘gut schreiben’?”. Mir kreisen jetzt noch zahlreiche weitere Ansatzpunkte im Kopf herum, die aber den Rahmen dieses Beitrags sprengen würden. ;)