Im vergangenen Monat habe ich ausgiebig den Service von Serverstate.de zur Überwachung von Webseiten getestet. Je abhängiger man von einer Webseite ist, um so wichtiger ist es, dass diese auch möglichst 100% der Zeit online und damit für den Besucher erreichbar ist. Es dürfte nichts schlimmeres geben, als beispielsweise eine unbemerkte Offline-Zeit eines Online-Shops.

Was ist Serverüberwachung?

Unter dem Stichwort Server Monitoring oder auch Serverüberwachung wird ein Service beschrieben, der in regelmäßigen Abständen prüft, ob die angegebene Webseite und der dahinter stehende Server online und erreichbar ist.

Die Anfragen der Webseitenüberwachung kommen von externen Servern, die je nach Anbieter aus verschiedenen Regionen kommen können. So kann z.B. eine Anfrage von verschiedenen Standorten rund um den Globus gestartet werden und damit sichergestellt werden, dass die Webseite weltweit erreichbar ist.

Mit Hilfe eines solchen Service besteht die Möglichkeit auch kleinere Timeouts zu entdecken, die einem so vermutlich nicht aufgefallen wären. Ich selbst habe diese Erfahrung bereits bei einem Online-Shop, den ich betreue, gemacht. Der Shop ist mehrmals am Tag eine kleine Zeit nicht oder nur sehr langsam zu erreichen gewesen.

Eine kleine Zeit waren hier 1-2 Minuten und das auch nur sehr sporadisch. Ohne Server Monitoring wäre mir dieses Problem nicht aufgefallen.

Wer also seinen Lebensunterhalt mit einer Webseite oder Onlineshop verdient, der sollte sich sofort eine Serverüberwachung zu legen, um eventuelle Timeouts und den damit verbundenen Verdienstausfällen vorzubeugen und/oder schnellstmöglich zu beheben.

Serverstate

Den Service von Serverstate habe ich mir auf E-Mail Anfrage näher angeschaut und getestet. Dieser Post ist zwar ein bezahlter Post, aber die hier beschriebenen Punkte sind meine persönliche und subjektive Meinung. Das möchte ich hier noch einmal deutlich hervorheben.

Ich habe den Service von Serverstate.de jeweils zwei Wochen mit unterschiedlichen Webseiten getestet. Parallel setze ich bereits bei einigen Projekten eine Serverüberwachung ein, so dass ich die Ergebnisse mit dem bereits vorhandenem Servermonitoring vergleichen konnte.

Registrierung bei Serverstate

Die Anmeldung bei Serverstate war sehr einfach gehalten. Keine unnötigen und überflüssigen Daten. Es wurden nur die Daten abgefragt, die auch wirklich notwendig für einen Account sind.

Registrierung bei Serverstate

Registrierung bei Serverstate

Nach der erfolgreichen Registrierung war ich zunächst ein wenig irritiert und erschlagen von dem Aufbau der Startseite. Zwar sind viele Informationen auf einen Blick erreichbar, aber das ich eingeloggt war, war mir leider nicht direkt aufgefallen.

Ebenfalls geht die Erstellung von Überwachungsaufträgen in dieser Ansicht etwas unter, wie auf dem nächsten Screenshot zu sehen ist.

Startbildschirm nach Login

Startbildschirm nach Login

Überwachungsaufträge anlegen

Um überhaupt Aufträge zur Überwachung von einzelnen Webseiten anlegen zu können, muss mindestens ein Empfänger für die Statusmeldungen angelegt werden. Das Formular zum Erstellen eines Empfängers ist simpel. Es muss lediglich ein Name und eine E-Mail-Adresse und/oder eine Handy-Nummer für die Statusbenachrichtigung angegeben werden.

Empfänger erstellen

Empfänger erstellen

Nachdem ein Empfänger angelegt wurde, kann ein Überwachungsauftrag angelegt werden. Hier kann festgelegt werden, über welches Protokoll, HTTP oder HTTPS, getestet werden soll, genauso wie das Intervall, in dem die Webseite überprüft werden soll.

Hier ist von minütlich bis stündlich so gut wie alles möglich. Eine Prüfung des Inhalts ist ebenfalls möglich und falls eine Anmeldung auf der Webseite notwendig ist, können diese Zugangsdaten ebenfalls hinterlegt werden.

Überwachungsauftrag anlegen

Überwachungsauftrag anlegen

Live Betrieb

Nachdem die Überwachung eingerichtet wurde, geht es sofort in den Live-Betrieb und die hinterlegte Webseite wird im ausgewählten Intervall getestet. Ich hatte, wie eingangs bereits erwähnt, die Ergebnisse von Serverstate mit weiteren Monitoring Diensten verglichen.

Alle Timeouts wurden erkannt und der E-Mail-Versand klappte reibungslos und schnell, sowohl beim Bemerken des Timeouts als auch nach der Wiederbelebung der Webseite. Den Benachrichtigungsdienst via SMS habe ich nicht getestet und kann diesen somit auch nicht bewerten.

Preise

Der Dienst kann zunächst für eine Dauer von 14 Tagen kostenlos getestet werden. Danach fallen unterschiedliche Preise, je nach Bezahlmodell, an.

Es gibt das Modell der Check basierten Zahlung. Hier wird je Check bezahlt und dadurch ergibt sich je ausgewähltem Intervall die entsprechende Gesamtsumme. Pro Check werden 0,0001 € berechnet, pro versendeter SMS-Nachricht 0,15 €.

Neben der Check basierten Abrechnung gibt es auch eine Flatrate. Diese beinhaltet 100 Überwachungsaufträge und 30 SMS bei einem Preis von 25 €.

Fazit

Ein Service der sich auf das Wesentliche konzentriert. Es werden z.B. keine unnötigen Daten für die Registrierung erhoben, was mir persönlich sehr wichtig ist. Es gibt nichts nervigeres als ein Formular mit gefühlt hunderten von Feldern auszufüllen, die dann auch meistens noch Pflichtfelder sind.

Die Serverüberwachung verlief innerhalb meiner 4 wöchigen Testphase reibungslos. Timeouts wurden erkannt, E-Mails wurden verschickt und auch über die Wiedererreichbarkeit der Webseiten wurde schnell informiert. Die Preise finde ich persönlich sehr fair und es sollte für jeden Bedarf ein geeignetes Preismodell dabei sein.

Eine kleine Verbesserung gibt es in meinen Augen im Bereich Design. Dieses könnte einen neuen Anstrich vertragen, aber das hat natürlich nichts mit dem eigentlichen Service zutun.