Bei meinem täglichen Blick in die Besucherstatistiken ist mir bei den Keywords aufgefallen, dass vermehrt danach gesucht wird, wie Piwik in WordPress integriert bzw. „installiert“ werden kann. Dieser Artikel handelt somit von der Integration von Piwik in WordPress. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, die ich euch im Folgenden vorstellen möchte.

Zu Beginn sollte allerdings erst einmal geklärt werden, was es überhaupt heißt, Piwik in WordPress zu integrieren. Das ist eigentlich schnell und einfach erklärt. Damit die Piwik-Installation mit Daten versorgt werden, muss ein sogenannter Trackingcode in den Blog eingefügt werden. Dieser Trackingcode sorgt dann für alle notwendigen Aktionen, die zum Tracken der Besucherdaten notwendig sind. Den Trackingcode findet ihr im Piwik-Backend unter „Einstellungen -> Webseiten -> Tracking Code anzeigen„.

Piwik - Open-Source-Webtracker

WordPress wäre nicht WordPress, wenn es nicht für alle Probleme ein Plugin geben würde. So gibt es natürlich auch Plugins, die es ermöglichen den Piwik-Trackingcode in WordPress zu integrieren. Für die Plugins ist meistens nicht der gesamte Trackingcode notwendig, sondern nur einige bestimmte Daten, da das jeweilige Plugin den Trackingcode automatisch generiert.

Piwik Analytics WordPress Plugin

Das Piwik Analytics Plugin bietet die Basisfunktion, die zur Integration von Piwik in WordPress notwendig ist. Nachdem ihr die notwendigen Einstellungen vorgenommen habt, sorgt das Plugin dafür, dass auf allen Seiten eures Blogs der vom Plugin generierter Trackingcode eingebunden wird. Das Plugin benötigt die Site-ID und den Basis-Pfad zur Piwik-Installation um den Trackingcode generieren zu können. Die Site-ID findet ihr im Piwik-Backend unter „Einstellungen -> Webseiten -> ID“. Der Basis-Pfad wird in den meisten Fällen „/piwik/“ sein, so wie es auch defaultmäßig vorgeschlagen wird.

Piwik Analytics - Einstellungen

WP-Piwik

WP-Piwik ist ebenfalls ein Plugin, mit dem der Trackingcode automatisch generiert und in allen Seiten eures Blogs eingefügt wird, aber es bietet zusätzlich noch ein Widget für euer WordPress Dashboard und eine ausführliche Übersicht über eure Besucherstatistiken direkt im WordPress Backend. Um das Plugin lauffähig zu bekommen, müsst ihr lediglich den kompletten Pfad zu eurer Installation angeben, z.B. „http://www.deinedomain.de/piwik/“ und den Auth-Token. Den Token bekommt ihr wieder im Piwik-Backend unter dem Menüpunkt „API“. Damit der Trackingcode in den Blog eingefügt werden kann, muss euer Theme wp_footer() unterstützen.

WP-Piwik - Übersicht im WordPress-Backend

manuelle Integration

Ein Plugin muss natürlich nicht notwendigerweise installiert werden, es geht natürlich auch „klassisch“. Ein kleines Problem dabei ist, dass jedes Theme individuell gebaut wurde. Ich kann euch somit nicht „die“ Anleitung geben, aber natürlich die richtige Richtung. Aus meiner Sicht macht der Trackingcode am meisten Sinn im Footerbereich eines Blogs. Somit sollte im Footerbereich des Themes der Trackingcode eingefügt werden. Die Dateien für euer Theme findet ihr in eurer WordPress-Installation ausgehend vom WordPress Rootverzeichnis unter „wp-content/themes/euerThemename“. In den meisten Fällen solltet ihr eine PHP-Datei haben, die in etwa „footer.php“ heißt. Innerhalb dieser Datei sollte der Trackingcode vor dem schließenden <body>-Tag eingefügt werden.

Fazit

Ich kann das Plugin „WP-Piwik“ bestens empfehlen, es bietet neben der Integration des Trackingcodes auch eine sehr gute Übersicht über die Besucherstatistiken. Wer sich also das Einloggen in seinem Piwik Backend ersparen will, fährt mit diesem Plugin sehr gut. Wer allerdings auf seinen täglichen Blick im Piwik Backend nicht verzichten möchte, sollte sich das Plugin „Piwik Analytics WordPress Plugin“ einmal genauer anschauen oder den Trackingcode direkt ins Theme einfügen.