Google-Analytics steht nicht gerade unter einem guten Stern, was den Datenschutz angeht. Die Daten über die eigene Webseite werden Google kostenlos zur Verfügung gestellt und was letztendlich damit passiert kann uns keiner sagen. Wer Google also eine gewisse Skepsis gegenüber bringt, dem kann ich Piwik als lohnende Alternative empfehlen.
Piwik ist ein Open-Source-Projekt basierend auf PHP und MySQL und ist ebenfalls, wie Google-Analytics, kostenlos. Die Optik und das User-Interface ähnelt dem großen Vorbild aus Mountain View sehr. Aber nicht nur die Optik erleichtert die Umstellung auf den Open-Source-Bruder Piwik, sondern auch die enthaltenden Funktionen.
Auf der Startseite steht ein Dashboard mit den wichtigsten Elementen zur Verfügung. Informationen über die letzten Besucher der Website, Dauer des Besuchs, vom Besucher verwendete Browsertypen oder über Suchmaschinen. Es ist möglich sein Dashboard an die eigenen Wünsche anzupassen, da leicht Widgets hinzugefügt, gelöscht oder per Drag & Drop an anderen Stellen positioniert werden können.
Sehr schön ist die Verknüpfung von mehreren verschiedenen Informationen, wie z.B. die Verknüpfungen von Suchbegriffen und Suchmaschinen. Bei einem Klick auf ein Keyword in der Übersicht der Keywords, mit denen Besucher auf die Website kamen, werden die entsprechenden Suchmaschinen angezeigt, von denen die Besucher kamen.
Die Features von Piwik im Überblick:
- Optisch und funktionell ähnlich Google-Analytics
- einfache Installation (max. 5 Minuten)
- kann in vorhandener Wordpress-Datenbank implementiert werden (Table-Prefix)
- Software komplett auf Deutsch
- Funktionelle Erweiterungen durch Plugins möglich
- Widgets
- frei konfigurierbares Dashboard
- kein spezieller Google Analytics – Datenschutzhinweis mehr nötig
Weiterführende Links:
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Ich habe mir Piwik vor ein paar Wochen installiert und bin begeistert. Was noch fehlt ist ein clicktracking, damit man sieht, wie sich die user auf der Seite bewegen und wo sie abspringen.
Aber einen Datenschutzhinweis braucht man trotzdem, aber den muss man eh haben, da die Serverlogs ja auch gespeichert werden.
Danke für den Tipp mit der Tracking-Software.
Aber bei deinem letzten Punkt “kein Datenschutzhinweis mehr nötig” wäre ich mir nicht so sicher. In manchen Law-Blogs liest man das dieser schon wegen der standard Serverlogs nötig sei.
Und auch von Landesdatenschutzbeauftragten geprüfte Software empfiehlt einen einen Datenschutzhinweis. Wobei Pikwi diese Daten ja anscheind nicht weiter gibt. Wie das ja bei eTracker (nach Deutschland) oder Google Analytics (USA) der Fall ist.
@TG
Ok, da hast du natürlich recht. Ich habe den Punkt auf “kein spezieller Google-Analytics-Datenschutzhinweis mehr nötig” geändert. Das ist ja defintiv der Fall.
Zum Thema Clicktracking: Das ist in in der “Basis”-Version bereits möglich. Ich werde dazu noch einmal einen genaueren Post verfassen. Ansonsten erstmal unter: http://piwik.org/docs/javascript-tracking/ zu finden (Detailiertes Clicktracking).
@Marc
habe den letzten Punkt etwas klarer und deutlicher formuliert. Die Daten werden auf jeden Fall nicht automatisiert weitergegeben. Die Daten stehen nur auf deinem Server zur Verfügung.
Piwik ist eine feine Sache!
Man hat es selbst auf den Server und ist somit unabhängig.
Zu meinem Posting über Piwik erhielt ich auch “kritische” Kommentare. Ich selbst bin gespannt, was bei höherem Traffic passiert.
Kritik wird es immer geben… Für höheren Traffic habe ich allerdings bislang geteilte Meinungen gehört. Die Frage nach dem “wie hoch ist hoch” ist da wohl eher entscheidend.
Alternativen zu Google Analytics:
***** omniture
**** webtrends
** woopra
** urchin
** piwik
** awstats
** quantcast
* mint
* statcounter