Anhand des Posts vom vergangenen Wochenende, in dem ich die verschiedenen Slides zum Google Developer Day sammele, war bereits zu erkennen, dass ich zum Google Developer Day 2011 in Berlin war. Mit diesem Beitrag möchte ich das Event nochmal aus meiner Sicht zusammenfassen.

Bereits vor dem eigentlichen Main-Event am Samstag gab es bereits ab Donnerstag einige Pre-Events organisiert von der GTUG Berlin. Am Donnerstag Abend fand ein Hack & Tell statt, an dem ich allerdings nicht teilgenommen habe.

Bootcamp, Freitag

Erst mit dem Bootcamp am Freitag bin ich ins Geschehen eingestiegen. Am frühen Freitag Morgen (5.00 Uhr) habe ich mich mit +Markus auf den Weg nach Berlin gemacht. Das Frühstück haben wir leider aufgrund eines Staus knapp verpasst, so dass wir direkt zur Eröffnungsrede der GTUG Manager in der C-Base ankamen.

Im Anschluss starteten in zwei Räumen Sessions zu Android- und Web-Themen (hier gehts zum Ablauf). Im Web-Track ging es zunächst um die AppEnginge von Google. Da bereits auf dem GTUG Bremen Stammtisch ein Vortrag zum Thema AppEnginge auf dem Programm stand, gab es hier nicht allzu viel neues.

Best Practices mit Wesley Chun

Best Practices mit Wesley Chun

Nach dem Mittagessen hat @Wesley Chun einen sehr interessanten Vortrag zu den Best Practices der AppEnginge gehalten. Im weiteren Verlauf haben sich zwei weitere Googler (@James Whitacker und @Mihai Ionescu) die Ehre gegeben und jeweils einen Vortrag zum Thema Web Test Tools und InApp Paymet / Google Wallet. Die Präsentationen sind leider nicht online.

Im Anschluss gab es eine wirklich sehr beeindruckende Präsentation zum Thema Browser as Broadcast Medium. Der Vortrag gab Einblicke in erste Tests von Sendeanstalten mit „interaktivem Fernsehen“, also direkte Interaktion mit dem ausgestrahlten Bildern, wie z.B. Chat. Als Backend wurde AppEnginge genutzt. So schloss sich der Kreis zu den Vorträgen vom Vormittag wieder ;).

Ebenfalls spannend war der Vortrag zum MGWT, Mobile Google Webkit Tool. Eine Variante um mit GWT mobile Anwendungen mittels PhoneGap zu entwickeln. Den Vortrag fand ich persönlich sehr interessant, ich werde mich auf jeden Fall nochmal genauer mit diesem Thema beschäftigen.

Die letzten beiden Sessions des Tages im Web-Track waren zum Thema Application Architecture und The State of HTML5 Audio. Zum Abschluss des Bootcamps gab es eine App-Demosession, in der die anwesenden Entwickler ihre eigenen Apps in einer kurzen Präsentation vorstellen konnten.

App-Demosession zum Abschluss des Bootcamps

App-Demosession zum Abschluss des Bootcamps

Fazit vom Freitag

Ein sehr guter Einstieg in das Wochenende, viele interessante Vorträge, zahlreiche nette und motivierte Leute und vor allem ein gut organisiertes Event. Am meisten faznierten mich die Vorträge von +Kasper Jordaens zum Thema Broadcasting und +Daniel Kurka zum Thema MGWT.

Die darauffolgende Nacht fiel leider etwas kürzer aus, zum einen wegen des grandiosen Nachtlebens von Berlin und zum anderen durch einen Feueralarm im Hotel.

Tag 2, Samstag: Google Developer Day

Der Google Developer Day fing mit der Registration an. Die lange Schlange an der Registrierung war zwar lang, aber ging zügig voran, so dass wir schnell durch waren. Ausgestattet mit einem GDD T-Shirt und einem ominösen blauen Beutel ging es erstmal Richtung Frühstücksbuffet. Bereits an der Treppe nach oben wurden wir gefragt was wir für Coins haben. Irritiert von der Frage haben wir unseren blauen Beutel geöffnet und die Coins heraus geholt.

Opening des GDDs

Opening des GDDs

Google hatte sich ein kleines, nettes Spiel ausgedacht. Jeder Besucher hat 5 gleiche Coins einer Google Marke bekommen. Im Rennen waren HTML5, Android, Youtube, Google+ und Chrome Chips. Wer nun alle 5 verschiedenen Marken zusammen getauscht hatte, dem winkte ein Chromebook. Also ging das muntere Coins tauschen los, zu einem Chromebook hat es leider nicht gereicht. Es wurde gemunkelt, dass ca. 20 Chromebooks verschenkt wurden.

Um 10 Uhr ging es dann in Richtung des riesigen Konferenzsaales, in dem die Keynote gehalten wurde. Ich hatte das Glück in der zweiten Reihe zu sitzen; es war schon sehr beeindruckend, nur war die Sicht auf die 30m x 20m große Leinwand etwas schwierig – einfach zu dicht dran ;).

Ich habe mal das Summary Video des Google Developer Days eingebaut, dort sind einige Passagen der Keynote enthalten. Eine Übersicht über alle Sessions gibt es ebenfalls auf der Google Developer Day Seite.

Die ersten Sessions, die ich besucht habe, waren Google+ and the +1 Button und Using the Google+ APIs. In der Session zum Google+ Button gab es nicht viel neue Infos, allerdings betonte +Ade Oshineye mehrmals, dass es erst der Anfang ist. Genauso wie bei der Google+ API. Dort wurde ebenfalls deutlich und oft darauf hingewiesen, dass es erst der erste Ausbauschritt ist und noch einiges folgen wird.

Das Mittagessen war ebenfalls grandios. Viele verschiedene Gerichte, darunter typische Berliner Gerichte wie Currywurst und Döner, sorgten für einen vollen Magen. Kompliment an Google.

HTML5 Bleeding Edge Session mit Paul Kinlan

HTML5 Bleeding Edge Session mit Paul Kinlan

Nach dem Essen ging es dann in den HTML5 Track und den Session zu Bleeding Edge HTML5 . Die Slides zu dieser Session solltet ihr euch auf jeden Fall anschauen. Sehr gute Übersicht über HTML5-Techniken.

Bis zum Meet & Greet habe ich mir dann noch die Sessions zu Dart: a new programming language for structured web programming und V8 Performance Tuning Tricks. Die Präsentation von Dart fand ich persönlich etwas oberflächlich, dafür gingen die Tuning Tipps schon mehr ins Detail. Auch hier wieder der Hinweis auf die Slides der Vorträge.

Beim Meet & Greet haben wir die Zeit bei Laugengebäck und Bier überwiegend mit den anderen Mitgliedern der GTUG Bremen verbracht, um so den Abend locker ausklingel zu lassen.

Fazit vom Samstag

Finito - Android am Ende

Finito - Android am Ende

Alle Googler verwenden MacBooks. 🙂 Ein super Event, eine einwandfreie Organisation, super Verpflegung. Die Sessions waren inhaltlich sehr unterschiedlich, teilweise hätte ich mir mehr Informationen gewünscht. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass manche Dinge 2-3x erzählt wurden, nur um die Zeit irgendwie herumzubekommen.

Dennoch haben die Vorträge mich motiviert, mich mit einigen Techniken noch einmal intensiver zu beschäftigen. Die Google+ API und AppEngine sind spannende Technologien und haben Potenzial für Großes.

Gesamtfazit

Ein beeindruckendes Wochenende. Beide Events, das Bootcamp und der Developer Day, waren super organsiert und es gab viel zu lernen. Ich persönlich habe eine Menge aus den Vorträgen rausgezogen und, wie bereits im vorherigen Absatz erwähnt, werde mich in Zukunft intensiver mit der AppEnginge und der Google+ API auseinandersetzen. Neben diesen beiden Technologien hat auch MGWT einen großen Reiz und wird in Zukunft mehr Beachtung meinerseits finden ;).

Nächstes Jahr werde ich auf jeden Fall wieder versuchen dabei zu sein. Danke an alle Organisatoren für dieses „amazing“ Event.

Ein schöner Post von BONOSEO auf Google+ hat alles wichtige, wie Links auf die Google+ Profilen der Vortragenden, Bilder und Links auf die Slides, zusammen gefasst.