Die Überschrift lässt schon deutliche Schlüsse zu, worum es in diesem Beitrag gehen soll. Ist die Nutzung von E-Mail noch zeitgemäß? In den letzten Jahren sind viele Kommunikationsmöglichkeiten dazugekommen, einige davon aber auch schon mehr oder weniger wieder verschwunden, wie z.B. Google Wave. Aber bei aller “Konkurrenz” hält sich E-Mail weiterhin über Wasser. Wie wird E-Mail heutzutage verwendet?

Client

Über die Nutzung kann ich natürlich nur subjektiv berichten und beschreiben wie ich E-Mail in meinem Alltag nutze. Zunächst einmal zum Client. Ich verwende kein Outlook oder Thunderbird sondern lediglich den Webclient von GoogleMail.

Da ich oft an unterschiedlichen Orten meine E-Mails abrufe, lohnt es sich einfach nicht an allen Orten Outlook oder Thunderbird einzurichten. Zumal ich die Weboberfläche von Gmail sehr gut finde und ich dort die Filterung/Kategorisierung nur ein einziges Mal einrichten muss, um an allen von mir genutzten PCs das gleiche Ergebnis zu haben.

Blick auf das neue Design des Google Mail Webclients

Blick auf das neue Design des Google Mail Webclients

Konfiguration

Im Laufe der (Internet)Zeit habe ich viele E-Mail-Accounts bei verschiedenen Anbietern/Organisationen bekommen bzw. eingerichtet. Da es bei einigen Accounts sehr wichtig ist sie regelmäßig abzurufen, habe ich mich nach einiger Zeit entschlossen, alle “externen” Accounts in Gmail zu importieren.

Die Möglichkeit POP3/IMAP-Konten in seinem Account zu integrieren ist einfach gelöst und wird richtig funktionell durch die Möglichkeit, die Nachrichten gleich zu filtern und passende Labels anzubringen.

So habe ich z.B. für jedes externe E-Mail-Konto ein eigenes Label und kann so leicht nachvollziehen, über welche E-Mail-Adresse die jeweilige E-Mail kam.

SVN-Commit-Meldungen werden z.B. auch direkt in spezielle Ordner/Labes sortiert, sobald sie ankommen. Dadurch erscheint das Postfach gleich etwas aufgeräumter und strukturierter. Allerdings gibt es in Sachen Filter/Label noch viel mehr Möglichkeiten, die ich leider noch nicht getestet habe.

Kommunikation

Der größte Vorteil der E-Mail ist die Asynchronität. Verschickt man eine E-Mail, so landet diese in dem Postfach des Empfängers und dieser kann die E-Mail wenn er die Zeit dazu hat. Der Vorteil ist dabei aber zugleich ein Nachteil, denn als Absender weiß man nicht, ob bzw. wann der Empfänger die E-Mail gelesen. Ein Segen und Fluch zugleich.

Aber hierfür gibt es eine einfache und simple Lösung: Um in dringenden Fällen eine schnelle Antwort zu bekommen gibt es immer noch die Möglichkeit über Instant Messaging/Skype/Telefon die entsprechende Person zu kontaktieren. Ich beschränke mich also darauf mit E-Mail keine zeitkritische Themen zu bearbeiten.

Fazit

Ich verwende E-Mail täglich und habe es fest in meinen (Arbeits)Alltag integriert. Andere Kommunikationsmöglichkeiten haben sicherlich genauso ihre Vor- und Nachteile, wie auch E-Mail. Allerdings bin ich der Meinung, dass jede Kommunikationsart ihre besonderen Stärken hat und genau diese sollten effektiv genutzt werden.

Nach meiner Meinung wird es die E-Mail-Kommunikation auch weiterhin geben und nicht aussterben, dann an die E-Mail haben sich inzwischen fast alle Internetnutzer gewöhnt, es ist eine Art Standard geworden.

Andere Kommunikationsarten leben von der Akzeptanz der Masse, vielen neuen Techniken wird zu Beginn erst einmal Skepsis entgegen gebracht. Bis also ein großer Teil der Onlinebevölkerung einen neuen Service nutzt, bedarf es viel Überzeugungsarbeit. Wie diese konkret aussieht sei erstmal dahingestellt, diese dürfte stark vom Produkt abhängen.

Wer weitere Tipps und Tricks zu Google Mail sucht, der dürfte hier fündig werden:

Das war ein etwas verspäteter Beitrag zum Webmasterfriday. Ich finde es ein sehr spannendes Thema, denn ich denke man kann viel von anderen “Workflows” lernen. Wie nutzt ihr E-Mail? Nutzt ihr überhaupt noch E-Mail, wenn ja wie?