Mit dem heutigen Beitrag möchte ich der Frage nachgehen, was aus meiner Sicht ein CMS können und leisten muss, kurz um was muss mir ein Contentmanagementsystem bieten, damit ich von ihm begeistert bin. Der Hintergrund dieses Artikels ist die Blogparade von Torben, der gerade an einem grandiosen, neuen CMS names fokus arbeitet.

Über die letzten Jahre sind mir verschiedene Contentmanagementsysteme in die Finger gekommen, allerdings hat mich bis jetzt keines absolut überzeugt. Meine bisherigen Favoriten sind TYPO3 und WordPress. Doch was muss ein CMS an Features haben, damit man überzeugt oder vielleicht sogar sprachlos im positiven Sinne ist?

Usability

Ganz klar, das CMS muss bedienbar sein. Es nützt absolut nichts, wenn Optik und Funktionsvielfalt auf allen Ebenen glänzen, aber man leider die grundlegendsten Funktionen nicht bedienen kann. Für den späteren Benutzer des CMS sollten die wichtigsten Funktionen schnell und einfach erreichbar sein. Die elementarsten Funktionen sind sicherlich das Anlegen neuer Menüpunkte und Inhalte.

Beim Anlegen von Inhalten suchen eher unerfahrene Besucher schnell Word-ähnliche Formatierungen. Ein WYSIWYG-Editor sollte daher Standard sein. Ein ebenfalls heikles Thema in Contentmanagementsystem ist die Verbindung zwischen Uploadbereich und Editor.

Viele Benutzer haben große Probleme, die meist abstrakte Darstellung im Backend mit der design-orientierten im Frontend zu verknüpfen. Oft fehlt ein gewisses Abstraktionsvermögen, um sich die Änderungen aus dem Backend im Frontend vorstellen zu können. Allein das Einfügen eines Bildes aus dem Upload-/Mediabereich in einen Beitrag erfordert oft schon viel Kenntnis vom jeweiligen CMS.

Ein CMS, bei dem die Benutzer auf Anhieb ohne Probleme Bilder und Dateien hochladen und in ihren Inhalten verarbeiten konnten, ist mir bislang noch nicht begegnet. Dieser Bereich sollte also aus „Endanwendersicht“ besonders intuitiv bedienbar sein.

Begeisterungsmerkmale

Nach dem Kano-Modell gibt es sogenannte Begeisterungsmerkmale. Dieser Merkmale spielen bei der Akzeptanz einer Software eine große Rolle. Dieser Bereich der Kundenwünsche, die ein Kunde eigentlich gar nicht äußert, sollte einen Blick Wert sein.

Ich persönlich finde es immer wieder beeindruckend, wenn man merkt, dass sich die Entwickler einer Software Gedanken über die konkreten Anwendungsfälle ihres Produktes gemacht haben. In jedem CMS besteht die Möglichkeit Inhalte zeitgesteuert zu veröffentlichen und/oder über einen bestimmten Zeitraum automatisiert aktiv zu schalten. Hat ein Benutzer bei der Auswahl von Start- und Enddatum ein Starttermin ausgewählt, so kann das System in dem Auswahldialog des Enddatums gleich einen Auswahl ab dem Startdatum anzeigen.

Es sind die kleinen Features, die oft große Freude hervorrufen. Das Auswählen des richtigen Startdatums war natürlich nur ein kleines Beispiel, aber beschäftigt man sich mit der Thematik, gibt es viele, viele begeisternde Features.

Technische Anforderungen

Die zwei vorherigen Abschnitte waren mehr aus der Sicht des späteren Anwenders geschildert, für die Entwickler und Administratoren eines Contentmanagementsystems spielen noch zahlreiche technische Aspekte eine Rolle.

Ein reibungslose Update-Mechanismus sollte vorhanden sein. Nach den anfänglichen Problemen läuft es bei WordPress immer sehr rund. Der Updatemechanismus ist einfach zu bedienen und auch von weniger technikaffinen Benutzern zu bedienen. Hier kann sich sicherlich orientiert werden.

Eine saubere Trennung von Design und Quellcode sollte ebenfalls gewährleistet werden. Es gibt nichts schlimmeres, als in den Tiefen von irgendwelchen Skripten Designformatierungen aufzuspüren und zu korrigieren. Die Trennung ermöglicht in den meisten Fällen einen einfachen Austausch des Designs.

Eine Schnittstelle für Programmierer wäre ebenfalls wünschenswert. Es gibt immer verschiedene Anforderungen seitens der Endanwender und ein CMS kann nicht alle Anforderungen out-of-box erfüllen. Daher wäre eine gut dokumentierte API natürlich wünschenswert.

Da die Seitenladegeschwindigkeit inzwischen zu einem Rankingfaktor auserkoren wurde, sollte „unter der Haube“ für eine schnelle Auslieferung der HTML-Dateien gesorgt werden. Ein parametrisierbares Caching-System wäre sicherlich hilfreich.

Das war natürlich nur ein kleiner Überblick, aber ich denke es sind die grundlegenden Anforderungen deutlich geworden. Ich hoffe, dass die Infos aus diesem Beitrag Torben bei der Entwicklung des fokus CMS weiterhelfen. Schaut euch auf jeden Fall schon mal die Prepage unter www.fokus-cms.de